Sep 21

Rügen 2012

Rügen 2012

Ende August ging es für einen Kurzurlaub nach oder auf Rügen. Nachdem wir unseren Jahresurlaub schon im Frühjahr hinter uns gebracht hatten, wollten wir im Sommer noch einmal dem Alltag entfliehen. Obwohl die Ostsee von Dresden aus nicht die riesen Entfernung ist, war ich seit meiner Kindheit nicht mehr da oben.
Relativ kurzentschlossen ging es dann nach Sassnitz in das vielleicht nicht schönste aber dafür höchste Hotel (Rügen Hotel). Der eine oder andere wird dieses noch aus Zeiten vor 1989 kennen :) .

Rügen

Am Montag den 22.08. ging es kurz nach 9 Uhr los gen Sassnitz. Auf dem Weg dahin, machten wir einen kleinen Stop in Stralsund um das Meereskunde Museum zu besuchen. Ich fragte mich natürlich ob sich das lohnen wird da wir in Monterey, CA, USA das große Monterey Bay Aquarium im Jahr 2010 gesehen haben aber allen Vorurteilen entgegen war es sehr schön und informativ. Wir hatten ziemliches Glück was die Besucheranzahl angeht sodass man relativ entspannt sich alles anschauen konnte, dies kann sich mit einer Reisegruppe sofort ändern.

Gegen 16 Uhr ging es dann weiter nach Sassnitz zu unserem Hotel und zum Abendessen, trotz Burger King zum Mittag hatte ich schon wieder Hunger (aber weiter im Text :) ). Das Einchecken war schnell erledigt und ab ging es aufs Zimmer wo uns der erste Schock traf, in dem Zimmer gab es zwei Einzelbetten :( . Zum Glück war mit etwas umräumen das Problem schnell erledigt und ich brauchte keine Angst mehr zu haben Nachts raus fallen zu können (Wer weiß was zu Beginn die meisten gedacht haben^^). Am Abend ging es noch auf Erkundungstour durch Sassnitz sowie an den Hafen um lecker zu essen.
Wie sieht eigentlich unser Plan für diesen Kurzurlaub aus bzw. was wollen wir sehen. Das wichtigste war uns die Vorstellung der Störtebeker Festspiele sowie die Kreidefelsen. Weiterhin haben wir uns die Sandskulpturen bei Binz, die Seebrücke von Sellin angeschaut sowie eine Schiffstour ans Kap Arkona unternommen.

Rügen

Am ersten Tag ging es nach dem Frühstück im Panoramarestaurant unseres Hotels in den Nationalpark Jasmund um uns die Kreidefelsen am Königsstuhl anzusehen. Mit dem Auto kommt man leider nicht direkt ran und man muss einige Kilometer vorher parken um dann zu laufen oder mit einem Shuttlebus zu fahren. Wir wählten wie soll es anders sein, den Bus. Am Königsstuhl angekommen ging es direkt zu den bekannten Aussichtspunkten sowie über einen Weg zum Fuß der Kreidefelsen. Bei dem Abstieg zum “Strand” kam mir öfters der Gedanke wie instabil hier alles aussieht und jederzeit etwas abbrechen könnte. Unten angekommen, hat man einen ca. 20m breiten Strand den man in beide Richtungen entlang laufen kann. Ich schätz, dass wir einen knappen Kilometer Richtung Süden gelaufen sind aber mehr wie Kreidefelsen und abgebrochene Stellen sieht man dann auch nicht was ein weiterlaufen gerechtfertigt hätte.

Nach dem Mittag waren wir wieder in Sassnitz und mir kam die Idee, einmal von Sassnitz aus an der Küste Richtung Norden zu laufen, es sollen direkt die Kreidefelsen beginnen und so kam es dann auch. Wir liefen einige Kilometer bis zu einer Stelle an der ein recht großer Teil der Küste abgebrochen und ins Meer gerutscht war. Wenn man das so sieht und sich vorstellt das passiert wenn man gerade unterhalb unterwegs ist, wird einem schon etwas mulmig. Ein “Entkommen” wird nicht mehr möglich sein, wo will man auch hin flüchten, links/rechts wird schwierig wenn ein großer Teil abrutscht und ins Meer, naja da sind überall Felsen was ebenfalls schief gehen würde. Da aber überall eine Menge Personen unterwegs waren bzw. sich gesonnt haben, scheint es nicht sonderlich riskant zu sein sich an den Kreidefelsen nördlich von Sassnitz aufzuhalten (es kommt bestimmt relativ selten zu einem derart großen abbrechen der Küste).

Am Abend war es dann soweit und es ging zu den Störtebeker Festspielen nach Ralswiek. Wir machten uns rechtzeitig auf den Weg um vor Ort uns die Gegend noch etwas anschauen zu können. Eine direkte Vorstellung wie das ganze Freilichttheater aussehen wird hatten wir nicht und um so erstaunter waren wir, dass ca. 5500 Personen dort täglich Platz finden. Bei der

Rügen

diesjährigen Vorstellung mit dem Thema “Störtebeckers Tod” kamen ca. 360.000 Besucher bei 7 Wochen Spielzeit. Die gesamte Show war wirklich sehenswert (was man den den steigenden Besuchern sieht) und ich denke das wir uns im kommenden Jahr wieder die Störtebeker Festspiele anschauen werden, Thema wird dann sein: “Beginn einer Legende”. Leider wollten nach der Show über 5000 Personen nach Hause womit Ralswiek ein kleines Problem hat :) , es fuhren im Minutentakt kleine Bahnen zu den Parkplätzen aber sich da anzustellen war aussichtslos – jeder wollte fahren und nicht laufen. Im Endeffekt liefen wir dann in einer Menschentraube die 2 Km zum Parkplatz um dann ins Hotel zu fahren.
Den zweiten Tag nutzten wir um uns mehr oder weniger durch Zufall die Sandskulpturen Ausstellung bei Binz anzuschauen. So schön die ganzen Werke (Märchen wurden abgebildet) jedoch aussehen, ist der Preis von 7,50€ pro Person leider etwas zu viel für 30min durchlaufen.


Erkennt Ihr die unten abgebildeten Märchen?

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  • Ruegen_10
  • Ruegen_11
  • Ruegen_12
  • Ruegen_13
  • Ruegen_14

In Sellin sind wir leider nur bis zu der Seebrücke gekommen um dann wenigstens etwas das perfekte Wetter zu genießen. Warum schreibe ich “leider”, wie bei so vielem entschieden wir uns kurzfristig in Sassnitz uns einer Bootstour anzuschließen. Diese startete jedoch schon 14 Uhr und darum das “leider” bei Sellin. Normalerweise bin ich alles andere als seetauglich und meine bedenken das mir übel wird waren aus Erfahrung nicht ganz unbegründet. Ich wollte aber gern die Kreidefelsen vom Wasser aus sehen, also Augen zu und durch oder besser den Magen festhalten :) . Am Anfang war alles super, der Kapitän erzählte sogar sehr viel über Rügen, Sassnitz, den Nationalpark Jasmund und nicht zu vergessen die Kreidefelsen. Er erzählte so viel das man sich gar nicht alles merken konnte, aber interessant war es. Die Bootstour dauerte ca.4h und ging bis zum Kap Arkona und wieder zurück. Kommen wir jetzt mal zu meiner Seetauglichkeit :) , solang ich mich auf dem Deck aufhielt war alles okay aber wehe ich bin unter Deck gegangen, dann dauerte es keine 10min und mir wurde “anders”. Leider war an Deck ein ziemlich starker und auch frischer Wind was auf Dauer unangenehm wurde. Ich hatte demnach 2 Möglichkeiten, im frischen Wind stehen und so tun als ob ich das schön finde oder unter Deck im bequemen Sessel sitzen aber mit der Gefahr das ich so grün wie eine Alge werde :) . Soll ich etwas über meine Entscheidung sagen? Ja oder Nein :) , ich umschreibe meine Entscheidung mal: Ich war in der Lage weiterhin Fotos zu machen :)


So, das war unser kleiner Rügenausflug und als Resümee sag ich nur so viel. Rügen ist immer eine Reise wert und ich komme bestimmt mal wieder. Einen Jahresurlaub würde ich nicht zwingend da machen, zumal es auch verdammt teuer ist und es mich dann doch in andere Länder zieht. Um aber mal vom Alltag abschalten zu können, ist Rügen ideal.

Rügen

Auf dem Rückweg machten wir einen Umweg über Hamburg um Gunther von gwegner zu besuchen. Mit Gunther habe ich seit meinem Slider V3 einiges an Kontakt und somit war ein Besuch längst überfällig. Gunther zeigte mir natürlich seine ganze coole Zeitrafferausrüstung und meine Augen wurden immer größer. Naja in den kommenden Wochen wird es auch bei LensViews wieder mehr zum Thema Zeitraffer geben aber bis es soweit ist, muss ich meinen Slider V3 etwas modifizieren (dazu aber mal in einem eigenen Artikel mehr).
Vielleicht kommt Gunther auch mal zu mir um zusammen in der Sächsischen Schweiz einige Aufnahmen zu machen.

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